Französische Bulldogge oder Boston Terrier? Überlegungen vor dem Kauf

Wer sich einen Hund anschaffen will, der muss sich mit vielen Überlegungen und Entscheidungen rumschlagen. Selbst bei zwei Rassen, die sich so ähnlich zu sein scheinen wie der Französischen Bulldogge und dem Boston Terrier gibt es ein paar Unterschiede. Hier eine kurze Zusammenfassung, welcher denn nun was braucht, macht und so kann.

Französische Bulldogge

Die Französische Bulldogge ist ein absoluter Begleithund und möchte am liebsten den ganzen Tag mit Herrchen und Frauchen verbringen. Diese Hunderasse ist sehr verspielt und aufgeweckt. Ihre Gutmütigkeit macht sie aber auch zum idealen Familienhund.

Aussehen

Die Bullys sind mit einer Widerristhöhe bei Rüden von bis zu 35 cm eher kleine Hunde. Ihr Körperbau ist muskulös und kompakt. Sie haben einen breiten Schädel und große, aufgestellte Ohren. Zudem kann man sie in fast allen Farben, von Schwarz über Creme bis Blau, finden. Sie verfügen außerdem über für diese Rasse typischen Hautfalten.

Bewegung

Generell ist die Beschäftigung eines Frenchie nicht besonders aufwändig. Den Tieren reicht ein langer Spaziergang am Tag, um sich auszupowern. Dazu noch zwei kleine Runden und sie sind rundum glücklich.
Zudem kann man sie auch ganz gut mit Denkspielen beschäftigen.

Gesundheit

Französische Bulldoggen können schon bis zu 12 Jahre alt werden. Durch die platte Nase leiden sie allerdings an Kurzatmigkeit und kollabieren leicht bei Hitze. Zudem neigen sie zu Hautkrankheiten, Allergien und Rückenproblemen.

Haltung

Die Haltung gestaltet sich als nicht sonderlich schwierig bei Französischen Bulldoggen. Die Rasse braucht nicht sonderlich viel Fellpflege, dafür solltest du die Hautfalten regelmäßig säubern, damit du Hautkrankheiten vorbeugst. Da Bullys zu Übergewicht neigen, ist es am besten, Futter mit einem geringen Getreideanteil zu kaufen.

Anschaffung

Wenn du einen Frenchie haben willst, dann nur von einem eingetragenen Züchter. Hier können die Tiere zwischen 700 € und 1000 € kosten. Achte darauf, dass die Nase nicht zu platt gezüchtet ist, da du sonst davon ausgehen kannst, dass den Tieren die Krankheiten sozusagen in die Wiege gelegt werden.
Ansonsten kannst du dich auch in deinem nächsten Tierheim schauen, ob du einem Bully zu einem besseren Leben verhelfen kannst.

Boston Terrier

Der Spitzname „American Gentleman“ trifft es an sich eigentlich schon ganz gut. Boston Terrier sind zwar eine lebhafte Rasse, doch sie zeichnen sich auch durch ihren Beschützerinstinkt, ihre Intelligenz und ihre Gutmütigkeit aus.

Aussehen

Der Boston Terrier hat im Schnitt eine Widerristhöhe von 40 cm. Sein Körperbau ist eher drahtig und muskulös. Sein Kopf geht nicht in die Breite, sondern ist eher rundlich. Er hat wenig oder gar keine Hautfalten und verfügt meistens über eine symmetrische Zeichnung. Meist in Schwarz-Weiß zu sehen, gibt es ihn aber auch noch in anderen Farben.

Bewegung

Diese Tiere passen sich gut an die Bedürfnisse ihrer Halter an. Zwar sollte man sie auch beim Spielen und Spazieren auspowern, doch sie geben sich auch einmal mit etwas weniger Bewegung zufrieden.

Gesundheit

Ein Boston Terrier kann bis zu 15 Jahre alt werden. Das setzt allerdings eine tierfreundliche Zucht voraus. Dein American Gentleman leidet nämlich oft an Züchtungskrankheiten. Wie der Frenchie ist da die notorische Kurzatmigkeit und die Hitzeunverträglichkeit. Dazu kommen Augenkrankheiten, Rücken- und Kniescheibenprobleme. Dazu haben die Weibchen bei der Geburt eine hohe Sterblichkeitsrate und brauchen die Unterstützung eines Tierarztes.

Haltung

Dein Boston Terrier at keine hohen Ansprüche. Er läuft mit dir genauso gern am Land als auch in der Stadt mit. Einmal in der Woche bürsten, Augen, Nasen und Pfoten überprüfen und gut ist. Die Rasse ist pflegeleicht, wenn sie gesund ist, und gut für Hundeanfänger geeignet.

Anschaffung

Da die Boston Terrier eine von der Züchtung gebeutelte Rasse sind, ist es besonders wichtig, seinen Vierbeiner bei einem eingetragenen, geprüften und vertrauenswürdigen Züchter zu kaufen. Der Preis geht da schon einmal von 1500 € aufwärts. Dabei sollte man darauf achten, dass der Züchter nicht nur auf ungewöhnliche Farben, runde Köpchen und besonders platte Schnauzen achtet, sondern auf die Gesundheit der Tiere.

Französische Bulldogge und Boston Terrier im Vergleich

Jedes Tier hat, wie jeder Mensch, eine eigene Persönlichkeit. Diese zwei Rassen sind aber beide absolute Familien- und Begleithunde. Sie wollen bei dir sein. Beide benötigen nicht allzu aufwendige Fürsorge und sind relativ pflegeleicht.

Wenn Geld bei deinem Hundekauf eine große Rolle spielt, dann fährst du mit einer Französischen Bulldogge wahrscheinlich besser, da sie momentan nicht so im Trend sind und du sie bei einem guten Züchter auch schon um 1000 € kriegen kannst.

Ansonsten ist es eher Geschmacksache, ob man den kompakten Frenchie dem drahtigen Gentleman vorzieht. So oder so hat man einen treuen Freund und ein absolutes Familientier an seiner Seite.

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