Französische Bulldogge Schlafgewöhnheiten

Französische Bulldoggen und ihr lieber Schlaf

So mancher neue Hundebesitzer hat sich wohl schon die Frage gestellt, ob das noch normal ist. Man geht zu Bett und der Hund geht auch schlafen. Man steht auf, geht Gassi und kaum ist man zurück und macht Frühstück, was tut der Vierbeiner da? Genau, schlafen. Und so geht das dann den Großteil des Tages weiter.

Besonders französische Bulldoggen sind auf viel Schlaf angewiesen. Doch was ist da noch normal?

Kurzer Tiefschlaf – langes Ruhen

Hunde brauchen bei weitem mehr Schlaf als ihre Besitzer. Während es bei Arbeitsrassen schon mal bei 17 Stunden bleiben kann, brauchen vor allem Hunderassen mit flacher Nase bis zu drei Stunden mehr Schlaf. Im Schnitt kommt eine französische Bulldogge leicht auf 20 Stunden Schlaf pro Tag. Welpen, kränkelnde und ältere Tiere bedürfen oft aber auch bis zu 22. Davon sind meist bis zu acht Stunden Tiefschlaf und der Rest besteht aus Dösen, Träumen und ein paar Kuscheleinheiten um die Batterien wieder aufzuladen.

Was macht der Hund denn normalerweise im Schlaf?

Dein Bully zuckt, knurrt, bellt oder heult im Schlaf? Keine Sorge, dass ist ganz normal. Da deine französische Bulldogge nicht allzu lange Tiefschlafphasen hat, träumt sie dafür umso mehr. Dann hängt gerne mal lässig die Zunge raus, die Beine bewegen sich, als würde sie trocken schwimmen, usw.

Sollte dein treuer Begleiter einmal jaulen oder einen Alptraum haben, kannst du ihn aber ohne Bedenken zärtlich wachstreicheln. Sicher freut er sich, wenn er nach dem Schreck dein Gesicht sieht und gleich etwas kuscheln kann.

Das Problem mit der Nase

Dir fällt auf, dass dein Bully sehr viel röchelt, schnarcht und hechelt? Tja, da hat dein kleiner Freund so seine Schwierigkeiten mit seiner flachen Nase. Diese ist nicht nur dafür verantwortlich, dass die Wärmeregulierung der französischen Bulldoggen nicht die beste ist. Nein, sie kann sogar für Schlafapnoe sorgen. D. h., dass dein Bully besonders im Tiefschlaf keine Luft mehr bekommt und aufwacht. Das sorgt natürlich auch für längere Ruhephasen tagsüber.

Stimmungskiller Schlafmangel

Schlafmangel macht aber nicht nur uns Menschen zu schaffen. Er sorgt in leichten Dosen für einen unruhigen, unausgeglichenen Bully. Hält es länger an kann es zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Die Frustgrenze sinkt und der sonst liebevolle Hund wird aggressiv, kläfft mehr, etc.

Bei harten Fällen von Schlafmangel kann es sogar zu verhängnisvollen Krankheiten kommen. So können Hunde sogar Krebs, Allergien, Autoimmunerkrankungen und dergleichen entwickeln.

Den Schlafmangel bezwingen

Ob man es nun gern hört oder nicht, Hunde kriegen hauptsächlich wegen uns Menschen zu wenig Schlaf. Wir können ohne Bedenken den ganzen Tag auf den Beinen sein, dein Bully ist da aber nicht so von begeistert. Dazu kommt noch, dass die französische Bulldogge ein Begleithund ist und immer bei Herrchen oder Frauchen sein will.

Wenn du also unruhig durch das ganze Haus tigerst, wird dein Hund es dir oft gleich tun. So verliert er Schlaf.

Lösung Nr. 1: Nähe

Als erstes solltest du deinem Bully einen Platz bieten, wo er nachts in deiner Nähe sein kann. Willst du ihn nicht im Bett, dann stell ihm ein Körbchen ins Schlafzimmer. Willst du ihn nicht im Schlafzimmer, stell sein Körbchen in eine ruhige Ecke in der Nähe deines Zimmers und lass die Tür angelehnt. Dein Vierbeiner schläft besser, wenn er dich zumindest hören kann.

Lösung Nr. 2: Das richtige Bett

Wie schon erwähnt, tuen sich französische Bulldoggen mit der Wärmeregulierung etwas schwer. Gib deinem Bully im Sommer am besten ein Hundebett mit Leinen oder einem ähnlich luftigen Stoff. Achte darauf, dass es im Raum, wo er nachtsüber schläft, nicht zu heiß ist.
Im Winter kannst du ihm schon ein wärmeres Bett geben.

Am besten wäre es aber, kein Hundebett aus Kunststoff zu kaufen, da es in Polyester schnell zu heiß und stickig werden kann. Keine gute Kombination für deine französische Bulldogge.

Allergien richtig behandeln

Französische Bulldoggen können, wie Menschen auch, Allergien haben. Damit dein kleiner Freund trotzdem noch Luft kriegt, solltest du bei Verdacht immer gleich zum Tierarzt. Auch wenn nicht die Luftwege, sondern eher die Haut, angegriffen sind, schläft dein Bully nicht gut.

Abgesehen davon, solltest du während der Pollenzeit die Fenster schließen und wenig lüften, da die Pollen sich nicht gut mit der Nase deines Vierbeiners vertragen.

Auspowern

Nein, die französische Bulldogge ist keine Rasse, die Radfahren, Laufen und dergleichen zu schätzen weiß. Viel besser ist es, wenn du mindestens dreimal pro Tag spazieren gehst. Bis zu zwei Stunden können da gern einmal drin sein.

Zusätzlich powerst du deinen Bully mit Denkspielen aus. Fordere deinen Hund ruhig mental auch ein bisschen heraus.

Reize runterschalten am Abend

Auch hier sind Mensch und Tier sich ziemlich ähnlich. Wie wir, kann auch dein Bully nicht gut schlafen, wenn das Licht brennt, der Fernseher noch Lärm macht und die Nachbarn sich anschreien. Zwar wirst du die Nachbarn so schnell nicht los werden können, aber tu dir und deinem Hund den Gefallen, schalte das Licht aus und lass es ruhig angehen, bevor Schlafenszeit ist.

Schlafende Hunde nicht wecken

Wenn deine französische Bulldogge einmal schläft, dann lass sie schlafen. In der Sonne zu dösen, ist genauso wichtig wie bei den Füßen zu schlafen oder in der Nacht zu träumen. Wenn du es irgendwie vermeiden kannst, dann reiß deinen Vierbeiner nicht aus dem Schlaf, sondern gönne ihm die ruhigen Minuten.

Kuscheln, Erholung für Körper und Seele

Französische Bulldoggen brauchen viel Liebe und wollen sich bei ihrem Herrchen und Frauchen geborgen fühlen. Scheue nicht davor zurück deinen Liebling zu streicheln, mit ihm zu kuscheln und auch einmal ein Nickerchen mit deinem Hund zu machen. Das tut nicht nur deinem Bully sondern auch dir gut.

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